Die Geschichte des Niederösterreichischen Eishockeylandesverbandes

Bis zu Beginn der 90er Jahre war NÖ gemeinsam mit Wien in einem Landesverband organisiert. Die unterschiedlichen Ausgangslagen der Vereine dieser beiden Bundesländer führten jedoch dazu, dass ein Proponentenkomitee zur Gründung eines NÖ-Eishockey-Landesverbandes eingesetzt wurde. Dieses bereitete unter Federführung von Gerald Moll aus Stockerau den Weg in die Eigenständigkeit vor.

Am 19. Jänner des Jahres 1994 war es dann soweit: bei der konstituierenden Sitzung wurde unter Beisein des damaligen Präsidenten des ÖEHV, Dr. Hans Dobida, der NÖELV durch seinen ersten Präsidenten Dr. Heinz Stingl aus der Taufe gehoben. Mitglieder des Verbandes waren zu diesem Zeitpunkt: Krems, Matzen, Mödling, St. Pölten, Stockerau, Tulln, Waidhofen a.d. Thaya, Wolkersdorf und Eisenstadt. Der ausdrückliche Schwerpunkt des später autonomen Verbandes war und ist die Förderung des Nachwuchses. Eigene Meisterschaften wurden organisiert und im Bereich der U14 war 2 Jahre lang eine NÖ Nachwuchsauswahlmannschaften aktiv.

Die Einführung der NÖ-Landesliga war ein weiterer Meilenstein im Verbandsleben. Bei der Jahreshauptversammlung im Jahre 1999 kam es zu einem Wechsel an der Verbandsspitze: LAbg. Hans-Stefan Hintner übernahm die Geschicke des Verbandes. Während seines zweijährigen Vorsitzes konnte sich der Verband nicht nur konsolidiert sondern auch weiter entwickelt. So wurden ab dem Jahr 2000 Sommereishockeyschule für Nachwuchsspieler in St. Pölten durchgeführt. Die Meisterschaft der NÖ-Landesliga wurde durch die Beteiligung von Vereinen aus OÖ als NÖ-OÖ Eishockeyliga weiterführt. Der Entschluss in dieser Liga ohne Transferkartenspieler auszukommen und somit den eigenen Nachwuchs zu fördern hat sich absolut bewährt und ist inzwischen von einigen Verbänden anderer Sportarten übernommen worden.

In den Jahren 2001 bis 2005 leitete StR Robert Mayer den NÖELV.

Am 7. Juni 2005 übernahm Peter Aichholzer mit seinem Team die Führung des NÖELV. Die ursprünglichen Schwerpunkte der Gründerväter wurden unter ihm weiter beibehalten. 2005 wurde die Eishockeyliga Ost ins Leben gerufen, mit Vereinen aus Niederösterreich, dem Burgenland, Oberösterreich und Wien. Im Nachwuchsbereich kamen in einigen Altersgruppen Vereine aus Wien hinzu, die Meisterschaften dadurch ein noch größerer sportlicher Anreiz. Ein großer Verdienst von Peter Aichholzer war es, die Vereine der Waldviertler Eishockey Liga in den NÖELV zu integrieren. Diese Vereine nahmen an der 2007/2008 wieder ausgeschriebenen NÖ-Landesliga teil und sind ein wichtiger Bestandteil zur Weiterverbreitung des Eishockeysportes in Niederösterreich.

Mit dem Neubau der Eishalle in St. Pölten und mit der Unterstützung der NÖ-Landesregierung wurde ELAP, (Eishockey-Landes-Ausbildungs-Programm) ein schon lange geplantes Projekt des NÖELV umgesetzt und im September 2007 gestartet. Ab diesem Zeitpunkt bot sich für mehr als 250 Kinder und Jugendliche ein zusätzliches sportliches Bestätigungsfeld.

Am 13. Mai 2008 hinterließ die Nachricht des völlig unerwarteten Ablebens von Peter Aichholzer in seinem 62. Lebensjahr große Bestürzung im gesamten NÖ Eishockeysport. Mit ihm verlor der NÖELV nicht nur einen unglaublich aktiven Präsidenten sondern auch einen von allen menschlich zutiefst geschätzten Menschen.

Im Rahmen eines außerordentlichen Landesverbandstages wurde am 16. September 2008 ein neuer Vorstand unter der Leitung von DI Dr. Peter Andrecs gewählt. Gemeinsam mit einigen neuen Vorstandsmitgliedern wurde die Arbeit im NÖ Eishockey in Sinne seines Vorgängers fortgesetzt.

Beim Landesverbandstag im September 2010 wurde dieser Vorstand für weitere 4 Jahre in seiner Funktion bestätigt. Neben dem Ausbau und Weiterführung des ELAP Programms (unter anderem 19 Medaillen bei Staatsmeisterschaften im Rahmen der Spielgemeinschaft mit den Vienna Tigers in den Altersgruppen U10 - U14) wurde 2013 auch ENZO - das Eishockey Nachwuchs Zentrum Ost gestartet. Dieses Programm bietet u.a. auch vielen SpielerInnen des NÖELV ganzjährige Möglichkeiten des Eistrainings auf höchstem Niveau.

2014 erfolgte die Wiederwahl des Vorstandes neuerlich einstimmig.